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Sehenswürdigkeiten in Goslar |
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Sehenswürdigkeiten in GoslarZwingerMöchte man als Tourist oder Besucher einer Stadt echte Monumentale kaiserliche Baukunst erleben, so ist ein Ausflug in die Niedersächsische Stadt Goslar im schönen Harzer Land stets zu empfehlen. Die Stadt Goslar im Bundesland Niedersachsen gelegen, besitzt durch ihre Vielzahl kaiserlicher Baudenkmäler aus dem frühen Mittelalter eine einzigartige Historische Bedeutung in der Darstellung der geschichtlichen Entwicklung Deutschlands. Aus diesem Grunde zählt die gesamte Altstadt Goslars zu den gelisteten Weltkulurerbestätten der UNESCO. Die Stadt Goslar war im Mittelalter auch als das „Nordische Rom“ weit über die Grenzen des Ottomanischen Reiches bekannt. Die Größe der damalige Stadt im 12. Jahrhundert ist ungefähr mit der Ausdehnung der uns noch heute erhalten gebliebenen Altstadt vergleichbar und wurde in ihrer Stadtansicht, von den zur damaligen Zeit vorhandenen sieben Kirchen, der Stiftskirche mit der Kaiserpfalz und der Stadtbefestigungsanlage geprägt. Von dieser Befestigungsanlage, welche aus einem Zwinger und dem Befestigungswall bestand, ist bis in unsere heutige Zeit der Zwinger und Teile der ehemaligen Wallanlagen erhalten geblieben. Der Zwinger wurde 1517 zum Schutze des in der Nähe gelegenen Rammelsberges errichtet. Seine Mauern haben im unteren Bereich eine erstaunliche Mächtigkeit von bis zu 6,5 Metern. Auch seine Höhe mit 25 Metern bei einem Durchmesser von knapp 26 Metern, machte den Zwinger der ehemaligen Kaiserstadt Goslar zu einem uneinnehmbaren militärischen Schutzbau der Stadt und seiner Einwohner. Wem wundert es dann auch, wenn dieser Zwinger zu den stärksten jemals genutzten mittelalterlichen Befestigungsanlagen Europas gehörte. Für den Besucher des Zwingers hält dieser ein kleines Museum im oberen Bereich des Turmes bereit, in welchem Anschaulich die Geschichte dieses historischen Bauwerkes und eine Vielzahl historischer Waffen und Rüstungen aus dem Mittelalter ausgestellt sind. Großes Heiliges kreuzWie jede reiche Stadt besaß auch Goslar in der Zeit des Mittelalters viele Arme und Hilfsbedürftige. Ein beredtes Zeugnis für die Fürsorge der Stadt gegenüber seinen Hilfsbedürftigen Einwohner gibt uns das Bauwerk des Heiligen Großen Kreuzes. Man findet es etwas südwestlich der Kaiserpfalz, inmitten der Goslaer Altstadt, in der Nähe des Hohen Weges. Als eine Einrichtung der städtischen Armenbetreuung wurde dieses historische Gebäude im Jahre 1254 errichtet. Aus der Zeit seiner Erbauung sind viele romanische Architekturdetails erhalten geblieben. So ist die Kapelle des Gebäudes noch im Originalzustand erhalten. Sie wurde dem in der christlichen Glaubenslehre als Johannes dem Täufer bekannten Heiligen geweiht. Auch die vielen romanischen Details bei den Fensterverzierungen des Bauwerkes, sind bis in unsere heutige Zeit erhalten geblieben. In seiner Aufgabe als wohltätiges Haus der Armenspeisung und Unterkunft, beherbergte es im Mittelalter viele Arme, Gebrechliche und Waisen der Stadt Goslar. Eine besondere und wohl in ganz Europa einmalige Verbindung zwischen historischen Baudenkmal und heutiger Moderne bildet die Tatsache, dass dieses Bauwerk heute noch zu caritativen Zwecken genutzt wird. So findet man in den Räunen eines Seitenflügels des Großen Heiligen Kreuzes, eine modern eingerichtete Altenwohngemeinschaft. Aber nicht nur zu caritativen Zwecken wird das Baudenkmal genutzt, sondern es bietet auch all jenen Besuchern und Touristen der Stadt manch andere Sehenswürdigkeit. So kann man in den Räumen des Bauwerkes lebendige historische und mittelalterliche Handwerksatmosphäre genießen. In speziellen thematisch bezogenen Studios, wird der Besucher in die mittelalterlichen Gewerke der Schreiner, Töpfer, Glasbläser und Goldschmiede stilvoll eingeführt. NeuwerkkircheEin Kirchenbauwerk ganz besonderer Art, findet der Besucher und Tourist der Stadt Goslar im nördlichen Teil der Altstadt, in der Rosenstraße. Hier findet man die aus dem 12.Jahrhundert stammende Neuwerkkirche als einen in seiner Architektur unverwechselbaren Nachfolgebau des Goslaer Domes. Einst eine ehemalige Klosterkirche des an diesem Ort beheimateten Zisterzensinerklosters, ist es die einzige Kirche Goslars, welche in allen Einzelheiten des Bauwerkes aus seiner Entstehungszeit uns erhalten geblieben ist. Die Neuwerkkirche im Stile einer romanischen dreischiffigen und in ihrem Grundriss kreuzförmig aufgeteilten Kirche erbaut, besticht durch ihren vorherrschenden klaren und reinen Baustil und der erkennbaren einfachen romanischen Linienführung im Baustil der Kirche. Zur Geschichte der Neuwerkkirche vermerken die Stadtchronisten, dass diese auf Geheiß des kaiserlichen Vogtes Volkmar auf dem Gelände des Klosters, welches sich zur damaligen Zeit außerhalb der Befestigungsanlagen der Stadt Goslar befand, errichtete werden sollte. Eine erste urkundliche Erwähnung der Kirche erfolgte im 12. Jahrhundert, wo sie als Kirche Sankt Mario in horto, übersetzt Kirche zur Heiligen Maria im Rosengarten, erwähnt wurde. In den Zeiten der Reformation und der sich anschließenden Säkularisierung bestand das ehemalige Zisterzienserfrauenkloster bis zum Jahr 1965 als evangelisch-lutherisches Damenstift und höhere Töchterschule fort. Goslarer DomAlljährlich besuchen tausende von Besuchern und Touristen die altehrwürdige ehemalige Kaiserstadt Goslar mit ihren erhalten gebliebenen historischen Baudenkmälern. Das wohl am meisten besuchte Relikt aus der mittelalterlichen Kaiserzeit, ist der Goslaer Dom mitten im Zentrum der Altstadt. Der Dom gehört ebenso wie die legendäre Kaiserpfalz und die gesamte Altstadt von Goslar zu den auf der Liste der UNESCO stehenden Weltkulurerbestätten. Der Goslaer Dom, auch bekannt als die Stiftskirche St. Simon und Judas, wurde fast zur gleichen Zeit wie die Goslaer Kaiserpfalz auf Geheiß Heinrich III. errichtet. In nur 10 Jahren Bauzeit entstand ein Kirchenbauwerk, welches in dieser Form der romanischen Architektur über die Grenzen des Ottomanisches Reiches einen Beispielcharakter für viele Kirchenbauwerke in Europa besaß. Aber nicht nur die grandiose Bauform des Bauwerkes war für seine Zeit einzigartig, sondern auch die Gewichtung der Kirche als politische Gegenspielerin zur Kaiserlichen Herrschaftsfamilie in Deutschland. Die Chronisten und Geschichtsschreiber der damaligen Zeit berichten in Ihren Dokumenten, dass eine Vielzahl von ehemaligen Stiftsherren des gleichnamigen an diesem Ort ansässigen Stiftes St. Simon und Judas, durch die kirchenpolitische Stellung des Goslaer Domes zu Hohen Ehren gelangten. So gingen aus den Reihen ehemaliger Stiftsherren viele spätere Reichsbischöfe und auch kaiserliche und königliche Berater hervor. Das Dombauwerk ist in seiner Architektur als eine dreischiffige romanische Basilika mit zwei achteckigen Türmen und in seinem Inneren mit drei Altarnischen erbaut. Unterhalb des Chores befindet sich die Krypta des Domes. Der gesamte Dom bildet in seinem Grundriss, das für die Zeit der Romanik typische Kreuz mit einem seitlichen Westwerk. Zur Zeit der Kirchenweihe im Jahre 1051, war der Dom zu Goslar das größte Sakralbauwerk Europas. Aber nicht nur in seinem Äußeren besitzt der Dom einzigartiges, auch im Inneren des Dombaueskann der Besucher die unschätzbaren Kostbarkeiten des Domes bewundern. So sind wohl der zur Ausstattung des Domes gehörende Goslaer Kaiserstuhl aus dem 11. Jahrhundert und der bronzene Krodoaltar nur einige wenige der ausgestellten Kostbarkeiten des Domes zu Goslar. Goslar RathausGoslar verdankt seine Blüte im 16. Jahrhundert dem Bergbau und dem Silberreichtum, zu der Zeit war Goslar Hansestadt und Freie Reichsstadt. Das Rathaus, ein gotisches Fachwerkhaus, im Zentrum wird seit dem 15. Jahrhundert ständig erweitert und umgebaut. Seit jeher beraten hier Oberbürgermeister und Stadträte über die Geschicke der Stadt. Besonders lohnenswert ist eine Besichtigung des Huldigungssahl. Dieser Sitzungssaal stammt aus den Jahren 1505 bis 1520 und ist im spätgotischen Stil errichtet. Die Decke und die Fensternischen sind vollständig mit Tafelgemälden ausgeschmückt, was für Besucher besonders beeindruckend ist. Der Saal musste aufwendig restauriert werden und vor allem die Gemälde werden heute mit großem technischem Aufwand, was Sicherheit und das Klima anlangt, vor bleibenden Schäden bewahrt. In einer Ausstellung erfahren Besucher Einzelheiten und Hintergründe zur Geschichte und zum Gebäude. Nicht ohne Grund hat die UNESCO die Altstadt Goslars und damit auch das Rathaus zum Weltkulturerbe erklärt. KaiserpfalzMajestätisch erhebt sich die Kaiserpfalz auf einer Anhöhe am Stadtrand der Goslarer Altstadt. Seit 1992 gehört das Areal rund um die Pfalz gemeinsam mit der Altstadt und dem nahen Bergwerk Rammelsberg zum Weltkulturerbe der UNESCO. Bereits um 1005 unternahm Heinrich II. einen ersten Anlauf, um in Goslar, der Stadt mit reichen Silber-, Blei- und Kupfervorkommen, einen Pfalzbau zu errichten. Ausgebaut hat die Anlage sein Sohn Konrad III. um 1030, vollendet und zur Blüte brachte das 340 mal 180 Meter große Areal um 1048 Heinrich III. Heute gilt das Kaiserhaus als der älteste und besterhaltende Profanbau des 11. Jahrhunderts in Deutschland. Herzstück des einmaligen Gebäudes ist der zweigeschossige Doppelsaalbau. Zwei Säle lagen übereinander, jeder von ihnen mit einer Länge von 47 Metern und 15 Metern Breite. Der obere Saal (Sommersaal) war dem Kaiser und seinem Gefolge vorbehalten, der untere den Hofleuten von niederem Range. Zum Ensemble der Kaiserpfalz gehört bzw. gehörten noch die Pfalzkapelle St. Ulrich und die Liefrauenkirche, von der heute nichts mehr zu sehen ist. Ihre Fundamente liegen unterhalb des Weges, zum Kaiserhaus hinauf führt. Weiterhin gehören zum Pfalzbezirk noch Wohn- und Wirtschaftsgebäude der Stiftsherren, Ställe und Vorratskammern. Nach mehreren Ein- und Zusammenbrüchen wurde die Pfalz Mitte des 19. Jahrhunderts aufwendig renoviert. In diesem Zuge schmückte der Historienmaler Prof. Hermann Wislicenus den Sommersaal mit Wandgemälden zur deutschen Geschichte. Von Karl dem Großen bis zu Martin Luther vor dem Reichstag zu Worms sind historische Persönlichkeiten oder Geschehnisse abgebildet. Die Kaiserpfalz ist heute eine der touristischen Attraktionen von Goslar und des Harzes. Angeboten werden täglich Führungen durch das Kaiserhaus. | |
Zahlen & Fakten:
Stadtname:
Goslar
Bundesland:
Niedersachsen
Landkreis:
Goslar
Höhe:
255 m ü. NN
Fläche:
92,58 km²
Einwohner:
41.455
Autokennzeichen:
GS
Vorwahl:
05321, 05325
Gemeinde-
schlüssel:
03 1 53 005
